Klima-Handeln in Hof

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Umweltprojekt 2020 in Stadt und Landkreis Hof

Klima-Wandel, Klima-Anpassung, Klima-Krise, Klima-Notstand, Klima-Leugner und viele Klima-Irgendwas, die noch erfunden werden müssen. Wir setzten noch einen drauf:

Klima-Handeln

Gerne möchten wir dazu einladen, trotz Corona, an unserem Projekt „Klima-Handeln“ in diesem Jahr teilzunehmen.  „Wie können wir klimafreundlich in Hof und im Landkreis Hof leben?“ Dazu gibt es eine Menge toller Dinge und Ideen, sowie lokale Klima-Helden zu entdecken. Und weil das gemeinsam mehr Spaß macht, wollten wir uns in Gruppen dieses Jahr eigentlich  immer wieder treffen.

Weil das gerade nicht geht, hier mein Angebot:

„Treffen“ per WhatsApp. Damit sind wir auch unabhängig von Ort und Zeit.  Jeder ab 14 Jahre kann mitmachen. Angedacht ist die Gründung von WhatsApp Gruppen, in denen wir uns austauschen können. Ich möchte jede*n ermutigen, der sich bis dato damit nicht auseinandergesetzt hat, es zu versuchen.

„Vieles ist möglich, wir müssen es nur tun.“

Wer mitmachen möchte, den bitte ich, mir Namen und Handy/Telefonnummer zu senden und ob er zur WhatsApp Gruppe Stadt Hof oder HoferLand gehören möchte. Über eine rege Rückmeldung würde ich mich sehr freuen! Ihr erreicht mich unter emil@bund-naturschutz.com oder telefonisch: 09281/ 16306.
Die Daten (Name, WhatsApp-Adresse, Mobil-Nr.) werden nur gruppenintern verwendet, die Daten werden nicht weitergegeben. Bei Abmeldung werden alle Daten gelöscht.

Bis bald

Eure Birgit Schreier

 

 

Aktuell

Mitte April bis Juni:
Wie können wir unseren Lebensstil klimafreundlich gestalten?

Der Jahreszeit gemäß  geht es um Themen, wie „Fensterbank, Balkon oder Garten“, „Urban Gardening“, „Lieblingsorte finden“, „Do-it-yourself“, „Zeit statt Zeug“ oder auch mal „Plogging“.

20. – 24.04.2020 „Gruppentreffen“ auf WhatsApp und erstes Kennenlernen.

„Müll sammeln – Plogging“

„Do it yourself“

„Garten, Beet und Fensterbank“

„Urban Gardening“

„Urlaubszeit“

„#Urlaub Daheim“

„Dinge teilen“

„nachhaltig shoppen“ Teil I

„nachhaltig shoppen“ Teil II

 

Juli bis September:
„Die glorreichen 17“ – was bedeutet Nachhaltigkeit für den Klimaschutz und wie können wir noch nachhaltiger werden?

„Der erste Schritt: Wo und wie fangen wir an?“

„Und wie geht es weiter?“

„Zusammendenken“

„Zusammendenken“ Erntekorb

 

Birgit Schreier, Umwelt- und Erlebnispädagogin

Mo-Mi: 7.30- 12.30 und 13- 16 Uhr
Fr: 7.30- 12.30 Uhr

Tel.: 09281 16306
E-Mail: emil@bund-naturschutz.com

 

 

Bisher:

Mitte April bis Juni:
2. Fastenwoche 3. Fastenwoche 4. Fastenwoche 5. Fastenwoche 6. Fastenwoche 7. Fastenwoche Müllsammeln – Plogging Do it yourself Garten, Beet und Fensterbank Urban Gardening Urlaubszeit #Urlaub Daheim Dinge teilen nachhaltig shoppen 1 nachhaltig shoppen 2

Juli bis September:
Der erste Schritt: Wo und wie fangen wir an? Und wie geht es weiter? Zusammendenken Zusammendenken-Erntekorb

 

Die erste Fastenwoche – unser CO2 Fußabdruck

Statistisch gesehen erzeugt jeder von uns in Deutschland 11t CO2 im Jahr. Woher stammt dieses CO2?

30% stammen aus dem Bereich Konsum,

25% aus dem Bereich Energie,

22% aus dem Bereich Mobilität,

13% aus dem Bereich Ernährung und

nur 10% aus öffentlichen Emissionen, auf die wir nur wenig Einfluss haben. Anders stellt sich die Lage bei den übrigen Bereichen dar, die den Großteil unseres CO2 Gewichtes ausmachen! Das Ziel der Weltgemeinschaft ist die Begrenzung der globalen Erwärmung unter 2°C, damit unsere und folgende Generationen hier bei uns und anderswo mit den Folgen der Erderwärmung noch zurechtkommen. Dafür heißt es in den nächsten 30 Jahren „Fasten“, um ein Idealgewicht von 2t CO2 zu erreichen. Eine Hungerkur? Nein. Aber sehr wohl ein  verantwortungsvoller Umgang mit uns und unserer Erde.

Am Anfang jeder Diät steht der „Gang auf die Waage“. Ein ehrlicher Blick auf das Gewicht, das jeder Einzelne von uns mit sich herumträgt. Die CO2 Waage ist in aller Regel ein Fragenkatalog (siehe „Schau mal hier – Klimarechner“), der uns hilft, uns einzuordnen. Das Schöne: hier kann ich auch durchspielen, wie ich durch einzelne Maßnahmen direkt mein CO2 Gewicht reduzieren kann.

Unser Lebensstil in Deutschland kostet statistisch gesehen 3 Erden!?! im Jahr. Wie Ihr alle wisst, haben wir 1 Erde für die Menschen zur Verfügung.

Mit diesem Hintergrund klingen Slogans, wie „All you can eat“, „24h online Shopping“, „Accessoires ohne Ende“, „Black Friday“ oder „Punkte sammeln“, „Prämien sichern“ nicht so gut.

In der ersten Fastenwoche versuchen wir herauszufinden, was uns wichtig ist und auf was wir gern verzichten können. Ich bin gespannt, welche Erfahrungen Ihr macht.

Die zweite Fastenwoche – Energie

Bei unseren Treffs geht es einmal nicht um große Themen, wie Haussanierung, die für Eigentümer von Wohnimmobilien sicher wichtig sind. Vielmehr wollen wir herausfinden, wie wir jetzt und heute schon Energie einsparen können. Dazu wie immer erst einmal ein paar Informationen:

Die gute Nachricht zuerst: der Anteil erneuerbarer Energien ist im Vergleich zum Vorjahr um 6% gestiegen. Um unser Ziel von 1-2t CO2 Emissionen pro Kopf und Jahr zu erreichen, muss der Anteil in den nächsten Jahren annähernd 100% erreichen.

Legen wir los!

Durch den Ökostrom konnten 130 Mio. t CO2 eingespart werden. Wenn Ihr also Euer CO2 Gewicht weiter reduzieren wollt, prüft doch den Wechsel zu einem Ökostrom-Anbieter. Dadurch könnt Ihr Euer Gewicht um durchschnittlich 820kg CO2 im Jahr reduzieren.

Was Ihr noch tun könnt:

Geht doch mal mit kritischen Augen durch Eure Wohnung, die Werkstatt, den Gartenschuppen…. . Wie viele Geräte sind vorhanden? Wie oft sind sie im Einsatz (auch die Herstellung dieser Geräte kostet natürlich CO2)? Welche brauche ich wirklich und welche lassen sich durch „Hand-Betrieb“ ersetzten. Topf statt Eierkocher, Besen statt Gebläse, Rechen statt Laubsauger,… Ihr werdet überrascht sein! Bitte vermeidet den Standby- Betrieb von Geräten. Das geht besonders leicht, indem Ihr Eure Geräte an Steckerleisten mit Schalter anschließt. Der Standby-Betrieb macht bis zu 10% des Energieverbrauchs privater Haushalte aus. Das entspricht der Leistung von 3 Atomkraftwerken.

Eine schöne Idee finde ich „Stricken fürs Klima“. Der Hintergrund: Bei Absenkung der Raumtemperatur um 1°C spart Ihr nochmal bis zu 10% Eurer Energiekosten und verringert Euer CO2-Gewicht. Weil das dann trotzdem schnell ungemütlich werden kann, haben sich Frauen von evangelischen Kirchgemeinden zusammengetan, um Decken für die Kirchbesucher zu stricken. Das funktioniert auch zu Hause!

Relativ neu sind steckerfertige Solarmodule, die Jeder anschließen und damit selber erneuerbaren Strom erzeugen kann. Siehe https://www.dgs.de/service/solarrebell/

Viel Spaß beim Energie-Fasten. Die Punkte unten sind nicht als Arbeitsliste gedacht, sondern als Inspiration.

In dieser Woche…

  • Schaffe ich ein überflüssiges Elektrogerät in meinem Haushalt ab, in dem ich es an jemanden verschenke, der es brauchen kann.
  • Prüfe ich, welche Lichtquellen in meinem Haushalt noch nicht auf sparsame LEDs umgestellt sind.
  • Senke ich die Zimmertemperatur um 1°C ab und merke, wie gemütlich ich mich mit meinem Lieblingspulli oder einer schönen Decke aufs Sofa kuscheln kann.
  • Schließe ich ein Strommessgerät an. Ausleihbar in Hof in der Stadtbücherei bei Herrn Herold. Kontakt: Tel.: 09281/8152510 Mail: herold@stadt-hof.de
  • Schließe ich die Türen von beheizten Räumen.
  • Enteise ich Kühl- und Gefrierschrank.
  • überprüfe ich mein Lüftungsverhalten: Kippe ich noch oder stoßlüfte ich schon?
  • Prüfe ich den Wechsel zu einem Ökostromversorger oder die Beteiligung an einer Energiegenossenschaft.

Die dritte Fastenwoche – Lebensmittelretten

In Deutschland landen jährlich 18 Mio. t Lebensmittel im Müll. Das entspricht etwa einem Drittel aller Lebensmittel, die eigentlich für unsere Ernährung teilweise in fernen Ländern angebaut werden. Vieles davon wird von Gastronomie und Handel entsorgt, 4,4 Mio. t weggeworfene Lebensmittel stammen aus privaten Haushalten. Für den Lebensmittelanbau eignen sich auf unserer Erde ca. 1/8 der Erdoberfläche. Bitte nehmt einen Apfel, viertelt ihn und schneidet ein Viertel noch mal durch, damit ihr ein Gefühl für die zur Verfügung stehende Fläche bekommt – und dann esst den Apfel bitte auf! 70% dieser Fläche wird für die Produktion von Fleisch (Weide oder Futter) verwendet, deshalb ist Obst, Salat und Gemüse inzwischen teurer als Fleisch.

Wie retten wir Lebensmittel und was haben Lebensmittel mit dem Klima zu tun?

Wenn wir uns „normal“ ernähren, bringen wir ca. 5,5 t CO2 pro Kopf und Jahr auf die Waage. Reduzieren wir unseren Fleischkonsum weitgehen oder ernähren wir uns vegetarisch, verringert sich dieses Gewicht auf 2,5 t CO2. Vegane Ernährung schlägt nur noch mit einem Gewicht von 350-750 kg CO2 zu buche. So leben wir nicht nur gesund, sondern sorgen auch für ein gutes Klima!

Erster Schritt, um Lebensmittelretten zu retten:

Bitte kauft nur so viel ein, wie Ihr auch benötigt. Wer kennt das nicht: die Banane ist braun und keiner mag sie mehr, also ab in den Müll, bevor die Obstfliegen dran sitzen. Zur Info: diese Banane wurde für Euch angebaut, wurde 10.000 km in einem gekühlten Frachtschiff zu uns transportiert, in speziell gebauten Reifehäusern gelagert, im Supermarkt „liebevoll“ einsortiert, von Euch gekauft, nach Hause getragen – um direkt entsorgt zu werden. Bitte geht mit offenen Augen einkaufen und macht Euch bewusst, welche Mühe es gekostet hat, das wir täglich „aus dem Vollen schöpfen“ können.

„So viel Du brauchst…“ lautet der Untertitel des Klimafastens der Kirchen.

Eine tolle Initiative des Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft ist „Zu gut für die Tonne!“ Viele, viele Tipps und Rezepte, auch als App: www.zugutfuerdietonne.de

Zweiter Schritt:

Lokale Lebensmittelretter sind Die Hofer Tafel e.V. (www.die-hofer-tafel.de) und das Hofer foodsharing –Team (www.foodsharing-staedte.org/de/stadt/hof). Werdet Lebensmittelretter!

FairTeiler für Lebensmittel findet Ihr in Hof:
Hochschule, Gebäude B, Alfons-Goppel-Platz 1, mit Kühlung,
Öffnungszeiten ab April: MO-FR 9-18 Uhr und

Kasa/Diakonie Hochfranken, Sophienstr. 18a, Öffnungszeiten: MO-DO 9-15 Uhr, FR 9-12 Uhr

Ihr kennt einen Platz in und um Hof, an dem man einen FairTeiler einrichten könnte? Bitte meldet Euch!

An dieser Stelle ein großes Dankeschön an alle Handelsbetriebe und die Gastronomie, die sich an die beiden oben genannten Gruppen wenden, bevor Lebensmittel in der Tonne landen!

In dieser Woche…:

  • Geh ich mal auf den Wochenmarkt in Hof, Rehau, Münchberg, Naila, …
  • Erkundige mich über Urban Gardening in Hof (www.kreisgruppehof.bund-naturschutz.com/urban-gardening) oder Awalla e.V. (awalla.org)
  • Kaufe ich möglichst regional, saisonal und Bio. Einen Einkaufsführer mit Direktvermarktern für den Hofer Landkreis erhaltet Ihr im Umweltbüro – oder online (https://kreisgruppehof.bund-naturschutz.com/service/einkaufsfuehrer), neu dazugekommen sind Weiderinder aus Hallerstein (hallerstein-luing.de) für den Festtagsbraten. Ihr kennt noch mehr? Bitte melden, wir teilen!
  • Wie wär‘s mit zusammen kochen? Macht Spaß, spart Energie und schmeckt besser!
  • Lasse ich mich inspirieren von: slowfood.de, www.eatsmarter.de

Die vierte Fastenwoche – Elektronik-Konsum

Wie immer erstmal Infos:

Mehr als die Hälfte der Menschheit ist online. Wir auch. Wäre das Internet ein Land, stünde es beim Energieverbrauch an 6. Stelle. Vor allem die  Rechenzentren, in denen die Daten für uns gespeichert und jederzeit abrufbar zur Verfügung stehen, brauchen sehr viel Energie. Eine kWh Strom „wiegt“ etwa 0,5kg CO2. In Deutschland brauchen wir für den Internetbetrieb und die Rechenzentren zur Zeit:

13 Terawattstunden, das sind 13 Milliarden kWh im Jahr. Das entspricht 6,5 Mio. Tonnen CO2.

(https://www.swrfernsehen.de/landesschau-rp/gutzuwissen/Weltweiter-Stromfresser-In-diesem-Ausmass-verbraucht-die-Digitalisierung-Energie,stromfresser-digitalisierung-100.html)

In Zukunft wird der Energiebedarf aufgrund immer höherer Datenraten für noch schnelleres Internet und immer höhere Auflösung von Graphiken für noch bessere Bildqualität steigen.

Für weitere Informationen dazu:

https://www.eon.com/de/ueber-uns/presse/pressemitteilungen/2019/neue-studie-sieht-drastisch-erhoehten-energieverbrauch-von-rechenzentren-durch-neuen-mobilfunkstandard-5G.html

Aber natürlich brauchen wir auch noch Geräte, um Internet nutzen zu können:

Unser PC zuhause verbraucht etwa 58kg CO2 im Jahr, dazu kommen Smartphones, Tablets, Notebooks für unterwegs, Smart TV, … . Filme und Videos streamen, Bilder in der Cloud (engl. für Wolke) speichern, per E-Mail verschicken, alles ganz normal, oder? Ja – nur nicht gut fürs Klima und auch nicht gut für uns.

Wer bei Cloud an weiße Schäfchenwolken denkt, die schwerelos dahingleiten, den muss ich enttäuschen. Eher so:

Das können wir tun, um unser CO2-Gewicht merklich zu reduzieren:

Welche elektronischen Geräte braucht ihr wirklich? Schon die Produktion elektronischer Geräte erzeugt CO2. Gebt die anderen weiter oder  gebt sie bei Sammelstellen zur Wiederverwendung weiter, z.B. bei  https://www.telekom.de/hilfe/downloads/handyruecknahme.pdf oder https://mission-einewelt.de/kampagnen/handyaktion-bayern/ und natürlich auch bei https://www.azv-hof.de/privat/abfallarten/elektroaltgeraete.html?L=0

Achtet auf nachhaltige Geräte (z.B. https://www.fairphone.com/de/ oder  https://www.shiftphones.com/ ) und bleibt ihnen „treu“ (Nicht dauernd Neues!)

Speichert nur, was wirklich nötig ist! Und das besser auf USB-Sticks oder Festplatten.

Wie wäre es mit einem Filmabend ohne Netflix, Amazon,… Greift doch mal zur Lieblings-DVD!

Werden Eure Lieblings-Apps mit erneuerbarem Strom betrieben? Finde es heraus: http://www.clickclean.org/germany/de/

Und wenn ihr was nicht wisst – nachschlagen. In Büchern. Oder jemanden fragen.

Die fünfte Fastenwoche – Mobilität und Reisen

Bitte nicht in Corona-Zeiten! Aber gern danach:

Zum Einstieg in diese Woche mein Kultur-Tipp:  das neue Programm des Kabarettisten Alfons:

„Wo kommen wir her, wo gehen wir hin, und gibt es dort auch genug Parkplätze?“

Grundsätzlich ist unser Mobilitätsverhalten sehr stark von unseren Lebensumständen abhängig. Wie weit ist der Arbeitsplatz entfernt, die Schule, der Verein, die Freunde,…? Führe ich eine Fernbeziehung? Mein Studium sieht ein Auslandspraktikum vor. Jeder kann je nach Lebenssituation CO2 fasten und das geht so:

Für Pendler:

Für Alle aus der Rehauer Region:

Hier gibt es den Hofer Landbus, den man über eine App buchen kann. Nun könnte man denken, Zielgruppe seien junge Leute, die ihren Lebensalltag sowieso übers Handy organisieren. Eine Fahrt kostet 3,00 €, Schülerfahrkarten werden nicht anerkannt und einen Account für die Registrierung dürfen nur Personen ab 18 Jahren anlegen. Schade – Bis dahin haben wohl die meisten den „Führerschein mit 17“ gemacht. Für nähere Informationen siehe unter:

https://hofer-landbus.de/

Für alle, die den Öffentlichen Nahverkehr aus dem Umland nutzen und  nicht am Hofer Hauptbahnhof arbeiten oder das System Landbus/ Stadtbus einfach nicht verstehen (ich gehöre auch dazu!)- wie wär‘s mit Zug und Radl fahren? https://www.klimaschutz.de/service/meldung/bikeride-offensive-stadt-hof-und-deutsche-bahn-er%C3%B6ffnen-erste-radabstellanlage

Informationen über HOT – den neuen Hochfrankentarif. Ich finde das nicht „hot“: mit dem Öko-Netzticket ist man auf dem richtigen Weg, für den Großteil der Pendler ist es aber leider ungeeignet, da man den ÖPNV werktags erst ab 12 Uhr nutzen darf.

https://www.hof.de/hof/media/files/leben/HOT_Faltblatt_2016_online.pdf

Bis die Verknüpfung von Nahverkehr und Stadtbussen noch besser funktioniert, ist mein Vorschlag:

Sucht Euch Mitfahrer oder eine Mitfahrgelegenheit. In der folgenden App ist unsere Region zwar noch nicht vertreten, aber das können wir ja ändern!

https://pendlerportal.de/

 

Für Alle mit Reisefieber:

Na? Urlaub schon gebucht? Genießt ihn! Oder fällt er ins Wasser wegen Corona? Für die Zukunft bitte ich Euch, die Alternativen zu prüfen. Es gibt wunderbare Möglichkeiten, die Welt zu entdecken, sich zu entspannen oder „einfach mal rauszukommen“ ohne unsere Erde damit zu belasten. Dazu wie immer erst einmal ein paar Informationen:

Wenn wir unser Klimaziel erreichen wollen, dann seht Ihr in der Graphik, wie weit wir mit unseren gewohnten Transportmitteln kommen:

Mit unserem CO2 –Jahresbudget könnten wir z.B. 1x von Berlin nach Paris reisen. Oder täglich ca. 7 km zur Arbeit pendeln (natürlich abhängig von der Art Eures PKWs).

Ein Flug von Berlin nach Teneriffa schlägt mit 1,9t CO2 pro Kopf  zu Buche, eine Reise von Berlin nach Los Angeles erzeugt 6t CO2 pro Kopf.  Damit ist sind Flugreisen mit unserem Budget nicht mehr zu machen. „Aber jeder fliegt doch.“ werden sich manche denken. Bei uns gehört das tatsächlich zum alltäglichen Bild – weltweit sind es  nur 5% aller Menschen, die schon mal geflogen sind!

Also Kreuzfahrt statt Flug? Bei den herkömmlichen Kreuzfahrten ist das leider auch keine Alternative, denn eine 14 tägige Kreuzfahrt erhöht Euer CO2 –Gewicht um satte 3 Tonnen.

Einige völlig verschiedene  Anbieter nachhaltiger Reisen habe ich Euch unten zusammengetragen. Diese Liste ist sicher nicht vollständig. Über gute Tipps und Empfehlungen freue ich mich sehr. Schreibt mir, ich werde Eure Tipps auf dieser Seite teilen.

Reisen:

Nachhaltig reisen: Die 10 besten Öko-Reiseportale

https://www.bahn.de/p/view/urlaub/staedtereisen/bahnhotel-paket.shtml?dbkanal_007=L01_S01_D001_KIN0002_BH-Teaser2-bhpaket-kw49_LZ08

oder mal was „Verrücktes“ ausprobieren? Dann schaut doch mal unter Karls Hotel „Alles Paletti“( https://www.karls.de/roevershagen/reservieren/uebernachtung-buchen/hotel-alles-paletti.html)

Sollten sich Flugreisen nicht verhindern lassen, schaut mal hier:

https://www.atmosfair.de/de/

 

In dieser Woche:

  • Nehme ich für Strecken unter 3km das Auto? Das versuche ich (in der Fastenzeit) zu vermeiden.
  • Finde ich Menschen, die mit mir zusammen pendeln.

https://pendlerportal.de/

  • Plane ich den nächsten Urlaub: Wohin und wie kann ich klimafreundlich reisen?
  • Was bedeutet für mich Urlaub? Werden diese Bedürfnisse nur erfüllt, wenn ich weit weg reise? Tipp: schaut doch mal in die Tourist-Info vor Ort.
  • Führe ich einen Frühjahrs-Check bei meinem Fahrrad durch.
  • Halte ich mich auf der Autobahn an ein freiwilliges Tempolimit von 130 km/h.

 

 

Ein Tipp an alle, die mit Kindern zu Hause sind – „verreist“ doch mal in Eurer Wohnung:

Packt eine Tasche mit Dingen, die Euch im Urlaub wichtig sind und macht Badeurlaub im Bad, Wanderurlaub durch die ganze Wohnung,…. Denkt Euch Phantasieziele aus und erkundet sie zusammen. Viel Vergnügen.

Die sechste Fastenwoche – Plastikfreies Leben

„Abgesehen von der kleinen Menge, die verbrannt wurde – und es ist eine sehr kleine Menge – gibt es jedes Stück Plastik, das jemals hergestellt wurde, immer noch.“

(Charles Moore, Ozeanograph und Entdecker des großen Plastikmüllstrudels im Pazifik, der 4,5-mal so groß ist wie Deutschland)

„CO2 , Methan und andere Treibhausgase werden in jeder Phase des Plastik-Lebenszyklus freigesetzt. Das beginnt, wenn die fossilen Rohstoffe gewonnen, raffiniert und in energieintensiven Verfahren verarbeitet werden, und endet, wo Kunststoffabfälle entsorgt oder verbrannt werden.“ (Plastikatlas 2019, S. 26)

Abgesehen davon, dass mit zunehmendem Verbrauch der letzten Jahre auch die CO2-Emmissionen gestiegen sind und weiter steigen, sammelt sich alles je produzierte und noch produzierte Plastik in unserer Welt an. Nicht nur in Gewässern, auf landwirtschaftlichen Flächen, in Mensch und Tier, sondern überall auf der ganzen Welt. Vermutlich wird es so schnell kein plastikfreies Leben auf unserem Planeten geben, aber wir sollten anfangen, daran zu arbeiten.

Die meisten Kunststoffe, z.B. für Verpackungen, in Kleidung, für Gebrauchsgegenstände, Spielzeug, Deko, Kosmetik,… brauchen wir eigentlich nicht und könnten vermieden werden. Und was nicht produziert wird, „wiegt“ kein CO2! Eigentlich ganz einfach.

Unten habe ich Euch wieder einige Links zum Thema zusammengestellt. Achtet doch einmal darauf, wo Euch Plastik im Alltag überall begegnet. Wenn möglich, ersetzt schrittweise diese Gegenstände durch nachhaltigere Alternativen. Das Angebot an Vorschlägen ist so groß, dass wirklich Jeder und Jede sich das Passende heraussuchen kann. Ihr werdet feststellen, dass es wirklich Freude macht. Vielleicht habt Ihr Lust bekommen, in Corona-Zeiten das eine oder andere Ostergeschenk selber zu basteln!

 

In dieser Woche…:

  • Nehme ich Kunststoffe in meiner Umgebung bewusst wahr und überlege, wie ich sie schrittweise durch nachhaltige Alternativen ersetzten kann. Schaut mal hier:

https://www.smarticular.net/mein-tag-mit-plastik-zwischen-bequemlichkeit-und-veraenderung

https://ecoyou.de/plastikfrei-leben/#Haushalt

https://www.monomeer.de/index.php

 

 

  • Sammele ich bei einem Spaziergang Plastikmüll und mach die Welt damit ein bisschen schöner!

Regionale Helden:

hofmann druck, design + neue medien e.K. Web: www.hofmann-druck-design.de

Die siebte Fastenwoche – Gemeinsame Veränderungen

Als wir diese CO2-Fastenaktion im Februar gestartet haben, lebten wir in einer Welt, in der Wirtschaftswachstum, Konsum und globales Reisen völlig normal waren.

In den wenigen Wochen hat sich unsere Welt durch die Corona-Pandemie radikal verändert. Die Wirtschaft ist zum Erliegen gekommen und damit auch der Konsum. Reisen sind in Zeiten von Grenzschließungen kaum mehr möglich. Wir alle haben in kürzester Zeit Entwicklungen gesehen, die wir niemals für möglich gehalten haben. Schulschließungen, Kontaktverbote, gesperrte Spielplätze und verwaiste Vereinsheime. Auch unsere Treffen konnten nicht mehr stattfinden und es ist fraglich, wann die Menschen wieder zusammenkommen können.

Zuhause bleiben lautet unser Auftrag, um andere zu schützen. Das fällt vielen, vor allem bei schönem Wetter nicht leicht. Der Tweed von Sham Jaff bringt unsere Situation gut auf den Punkt:

„Ich bin jung, deswegen juckt mich das Coronavirus nicht“ ist der Zwillingsbruder von „Ich bin alt, deswegen ist mir der Klimawandel egal“.

Sham Jaff @sham_jaff  18:43 – 16. März 2020

Zu der Bedrohung durch den Klimawandel kam jetzt noch die Bedrohung durch die Pandemie. Der Zukunftsforscher Matthias Horx meint: „Wir erleben momentan nicht nur eine Weltkrise, sondern auch eine Krisenwelt.“ (siehe Links zum Podcast unten) Aber das ist kein Ende, sondern ein Anfang! Homeoffice oder online learning sind Beispiele, wie anders unser Leben aussehen kann. Ohne den üblichen Stau im Berufsverkehr. Damit die Menschen in den Großstädten genug Abstand voneinander halten können, wenn sie nach draußen gehen, wird überlegt, die Straßen für Autos zu sperren und den Raum den Menschen zur Verfügung zu stellen. Wir sind dazu aufgerufen, wenn möglich, unseren Mundschutz selbst zu nähen, statt zu kaufen. Alles steht im Moment auf dem Kopf – und wir haben die Möglichkeit, alles neu zu ordnen.

„So viel Du brauchst…“. Unter diesem Motto steht unsere Klimafasten-Aktion. Beim Anblick leerer Regale frage ich mich schon: „brauchen wir so viel?“ Zumindest beim Thema Toilettenpapier habe ich noch einen Tipp für Euch: Goldeimer Toilettenpapier, ein Social Business, das sich in Kooperation mit Viva con Agua für den weltweiten Zugang zu sauberen Trinkwasser einsetzt. Denn regelmäßiges Händewaschen sollte kein Luxus sein, den nur wir uns leisten können!

Ich bedanke mich bei allen, die „mitgefastet“ haben. Es wäre schön, wenn möglichst viele Leute aus unserer Region gemeinsam mit mir dieses Jahr auf „Erkundungs-Tour“ gehen. Es gibt noch so viele Möglichkeiten zu entdecken, klimafreundlich und klimagerecht zu leben.

Macht mit. Traut Euch. Meldet Euch an. Es tut uns gut.

Hier noch 2 Tipps zum Reinhören:

https://www.zukunftsinstitut.de/podcast/treffpunkt-zukunft/zukunft-heute-matthias-horx/

https://www.br.de/mediathek/podcast/aktuelle-interviews/wissenschaft-in-corona-zeiten-prof-harald-lesch-astro-physiker-und-philosoph/1794673

 

Klima-Handeln vom 27.04. – 03.05.2020: Müll sammeln – plogging

Der Frühling ist da, alles blüht und wir haben eine Menge Zeit, um spazieren zu gehen. Leider trübt der Blick auf etlichen Müll entlang unserer Wege die Freude am Draußensein.

Vielerorts gab es deshalb im Frühjahr Müllsammelaktionen, wie „Rama Dama“. Wegen Corona wurden die meisten Aktionen in diesem Frühjahr abgesagt, da viele sich zusammenfanden, um sich gemeinsam ans Werk zu machen. Dass wir uns nicht mehr treffen dürfen, bedeutet nicht, dass wir unsere Umwelt nicht ein bisschen schöner machen können.

Also, entweder nehmt Ihr beim Spazierengehen am besten zwei Beutel mit. Einen für Restmüll und einen für recyclebare Stolle, wie Kunststoff oder Glas. Sammelt auf, soviel Ihr könnt und wollt. Danach entsorgt die Beutel. Am besten in öffentlichen Abfallbehältern/ Containern. Bitte ärgert Euch nicht über die Menschen, die diesen Müll einfach weggeworfen haben! Hier gibt es sicher Diskussionsbedarf. Aber jetzt geht es darum, etwas Gutes zu tun – und das mit Freude. Vielleicht macht Ihr Vorher-Nachher-Bilder und schickt Sie mir.

Bitte Handschuhe nicht vergessen!

An alle Sportler: eine schöne Art Sport mit Umweltschutz zu verbinden, ist ein neuer Trend aus Skandinavien. Plogging Die Forchheimer haben es ausprobiert und ein Video auf Youtube gestellt: https://www.bing.com/videos/search?q=ploggingview=detailmid=78156503F41CB001032E78156503F41CB001032E&FORM=VRDGARru=%2Fvideos%2Fsearch%3Fq%3Dplogging%26FORM%3DHDRSC3

Was hat Müll mit Klima zu tun?

Alles, was weggeworfen wurde, wurde mit dem Einsatz von Ressourcen und Energie hergestellt. Nur weil wir die Dinge nicht mehr benötigen und wieder „abgeben“, bedeutet das nicht, dass das Ressourcen- und Energie-Konto wieder aufgefüllt wird! Verbraucht ist verbraucht. Und das CO2, das bei der Produktion, dem Transport, dem Handel,… entstanden ist, beeinflusst unser Klima. Deshalb ist es besser, Müll gar nicht erst entstehen zu lassen. Precycling vor Upcycling vor Recycling. Richtigen Müll können wir uns gar nicht mehr leisten!

Bild: © Sarah Lazarovic

 

Klima-Handeln vom 4. – 10.05.2020: Do-it-yourself


Quelle: https://www.smarticular.net/mundschutz-naehen-atemschutz-staubschutz-maske/

Da der Mundschutz bei uns inzwischen Teil unseres Lebensstils geworden ist, sollten wir uns auch diesem Thema widmen:

Da es momentan nicht für alle genügend Mundschutzmasken zu kaufen  gibt, sind wir aufgerufen worden, selber aktiv zu werden. Staatlich angeordnetes Do-it-yourself ist eine völlig neue Erfahrung. Von verschiedenen Stellen wurden gratis Näh- und Bastelanleitungen ins Netz gestellt, anstatt wie üblich nur gegen Gebühr heruntergeladen werden zu können. Nun hatten aber die Geschäfte geschlossen und benötigtes Material war auch online entweder zu horrenden Preisen erhältlich, oder hatte wochenlange Lieferzeit, oder war schlicht ausverkauft. Deshalb galt es die eigenen vier Wände nach geeignetem Zubehör zu durchforsten und so wurden alte T-Shirts oder Betttücher zerschnitten, um stylische Mund-Nase-Bedeckungen herzustellen. Das nennt man Upcycling. Etwas, was für viele tatsächlich vor Corona keine Option war. Das Ergebnis kann man sich seit Einführung der Mundschutzpflicht in der Öffentlichkeit ansehen: eine Art Open-Air Galerie der unterschiedlichsten Stile und Macharten! Präsentiert von den ungewöhnlichsten Modells, nämlich von uns allen. Das eint.

Und noch etwas Gutes hat diese Aktion: da die selber hergestellten Masken waschbar sind, ist die Umweltbelastung im Vergleich zu den Bergen von Müll durch Einwegmasken gering.

Bleibt die Frage nach der Zeit nach Corona. Was wird aus den Millionen kunterbunter Community-Masken? Wir könnten sie alle zusammenknoten und als Girlande für unsere wieder stattfindenden Straßenfeste verwenden.

Ich persönlich habe mir große, bunt bedruckte Taschentücher (Bio-Baumwolle und Bio-Farben) besorgt, die ich falte und mithilfe von Gummis über den Ohren befestige. Die Tücher haben den großen Vorteil, dass ich sie problemlos waschen und bügeln kann. Wenn Corona Geschichte ist, werden sie die üblichen Papier-Taschentücher ersetzten. Damit kann ich mich auch von deren Plastikverpackung verabschieden. Zum Beispiel zu beziehen über www.tashi-tuch.de

Welchen Einfluss hat das Thema auf Euren Lebensstil und wie geht Ihr damit um? Schickt mir gerne Bilder von Euren Masken zu.


Dieses Bild wurde mir zugesandt, allerdings ohne Quellenangabe! Dennoch möchte ich es mit Euch teilen.

 

Klima-Handeln vom 11. – 17.05.2020: Garten, Beet und Fensterbank

Die Gartensaison ist eröffnet! Überall grünt und blüht es jetzt schon. Platz ist auf der kleinsten Fensterbank, gerne auch mal senkrecht die Wand hoch! Egal, ob Ihr Blumen liebt, Naschobst oder Snackgemüse in Reichweite Eurer Sitzgelegenheit haben wollt, oder im Garten unter die Selbstversorger geht – wenn Ihr klimafreundlich gärtnern möchtet, dann

  • gärtnert grundsätzlich torffrei! Kauft torffreie Blumenerde und achtet auch beim Kauf Eurer Pflanzen, dass sie möglichst nicht in Torf gezogen wurden. Die allermeisten Gartenbaubetriebe verbrauchen Unmengen an Torf, das bedeutet, dass mit jedem Pflänzchen, das Ihr dort kauft, ein Stück Moor verloren geht. Unwiederbringlich.

  • gärtnert insektenfreundlich=vogelfreundlich=menschenfreundlich! Was gibt es schöneres, als das Summen von Bienen und Hummeln, das Zirpen von Heuschrecken und Grillen, das Herumflattern von Schmetterlingen, das Pfeifen der Vögel. All diese Dinge sind in Zeiten Englischer Rasenflächen, Schottergärten und Roundup nicht mehr selbstverständlich. Natürlich wird es dann auch Blattläuse geben – aber eben auch Marienkäfer! Macht Folgendes:

keine Chemie im Garten! Es gibt genug Rezepte/Anbieter für natürlichen Dünger oder Pflanzenschutz.

Verwendet vorwiegend ungefüllt blühende Pflanzen. Bei den gefüllt blühenden gibt es nichts für Biene & Co zu holen. Viele Infos auch unter www.bienenfuettern.de

Wiese statt Rasen. Das spart eine Menge Arbeit, ist ökologisch wertvoll und sieht hübsch aus.

  • gärtnert wassersparend! Uns droht Dank Klimawandel das dritte Dürrejahr in Folge, also verwendet Pflanzen, die mit diesem Stress gut klarkommen, wie z.B. die meisten Kräuter und viele Stauden. Eine Wasserschale für die Insekten und Vögel sollte dennoch immer gefüllt sein.

 

Bezugsquellen:

Sortiment
Shop
Onlineshop / Adressen
Saatgut
Zertifiziertes Saatgut
Bingenheimer Saatgut
www.­bingen­heimer­saatgut.de
Initiative, ökologisch hergestelltes samenfestes Saatgut, alte Sorten
Samenfest
www.­samenfest.de
Bio-Saatgut Selbst­versorger­initia­tive mit Informations­angebot
Dreschflegel
www.­dreschflegel­-saatgut.de
ökologisch produziertes Gemüse­saat­gut
Culinaris-Saatgut
www.culinaris-saatgut.de
Gemüse, Saatgut für Gehölze, Grün­düngung
Bio-Saatgut Gaby Krautkrämer
www.bio­-saatgut.de
Samen und Pflanzen gebiets­eigener Wildblumen und Wildgräser aus gesicherter Herkunft
Rieger-­Hoffmann
www.rieger-­hofmann.de
Anbieter von Veits­höch­heimer Saat­gut­mischungen für Blumen­wiesen
Bayerische Landes­anstalt für Weinbau und Garten­bau (LWG)
www.­lwg.bayern.de/­landespflege/­urbanes_­gruen/­196734/
Pflanzen
In Bio-­Qualität
Gärtnerei der Lebenshilfe Hof
www.hw-hof.de
ökologisch zerti­fizierte Pflan­zen, großes Angebot an Duft­pelar­gonien
Kräuterei
www.­kraeuterei.de
Wildstauden­gärterei, Kräuter, Wiesen­saatgut
Hof Berg­garten
www.­hof-­berggarten.de
Stauden­gärtnerei, Wildstauden, Gemüse, Kräuter, Saatgut
Gaißmayer
www.­gaissmayer.de
Bioland Stauden, Kräuter, Gräser
Spatz und Frank
www.­stauden-­spatz­und­frank.de
Duft­pflanzen und Kräuter
Syringa
www.­syringa-­pflanzen.de
ökologisch erzeugte Pflanzen
Christian Herb
www.­bio-kraeuter.de
Alte Sorten, Gehölze, Pilzbruten, großes Saat­kartoffel­angebot
Bioland Hof Jeebel
www.­biogarten­versand.de
Gehölze
heimische Gehölz­arten, alte Obst­sorten und wurzel­echte alte Rosen­sorten
Ahornblatt
www.­ahornblatt-­garten.de
Torffreie Erden
Einen Einkaufs­führer mit Anbietern torf­freier Erden bietet der Bund Natur­schutz
BUND
www.bund-­natur­schutz.de/­fileadmin/­Bilder_­und_­Dokumente/­Themen/­Land­wirt­schaft/­Garten/­BUND_­einkaufs­fuehrer_­torf­freie_­erden­2018.pdf

 

Klima-Handeln vom 18. – 24.05.2020: Urban Gardening

Bis ins 19. Jahrhundert war es völlig normal, innerhalb der Städte Feldfrüchte anzubauen. Danach wurde zunehmend menschliche Arbeit durch Maschinen ersetzt und die Landwirtschaft verschwand aus den Städten. Stattdessen wurden Schrebergärten gegründet, da das Bedürfnis nach Selbstversorgung groß war. Was heute als Trend gilt, ist also nicht neu. Allerdings hat sich das Platzangebot in den Städten verringert, was dazu führt, dass auch auf kleinstem Raum – oder senkrecht – Obst, Gemüse, Salate, Kräuter oder Blumen angebaut werden. Inzwischen sind auch wieder Schrebergärten, die lange als „Gartenzwergkolonien“ verpönt waren, heiß begehrt!

Eine „augenzwinkernde“ Gartenzwerg- Ausstellung 2016 in der Gärtnerei Schullian in Bozen

 

Urban Gardening kann also als Bewegung gesehen werden, die entweder dem Wunsch nach Selbstversorgung in der Stadt gerecht wird, als auch dem Wunsch nach einem Stück Natur, realisiert durch z.B. insektenfreundliche Bepflanzung. Urban Gardening bedeutet aber auch, ungenutzte, oft hässliche Flächen in der Stadt mit Pflanzen zu verschönern (wahrscheinlich denken gerade alle Hofer dasselbe!) und entwickeln sich oft genug zu „Locations“, wie beispielsweise Awalla in Hof. Es entstehen „Wir-Gärten“ statt „Bier-Gärten“.

Beispiel Prinzessinengarten in Berlin

 

Urban Gardening ist eigentlich schon ein Gartenkonzept:

  • Möglichst naturnah
  • Verspielt bis verrückt
  • Oft verbunden mit Upcycling
  • Im Idealfall als Ort des Miteinander

 

Foto: alleideen.com

Ihr kennt gute/witzige/ausgefallene Projekte auf Fensterbank, Garten oder im öffentlichen Raum? Bitte macht ein Foto und schickt es mir, ich bin immer auf der Suche nach lokalen „Klima-Helden“.

Klima-Handeln vom 25. – 31.05.2020: Urlaubszeit

Die Pfingstferien stehen vor der Tür und sie werden vermutlich für die allermeisten ganz anders ausfallen als gedacht.  Entweder sind Reisen wie bisher zur Zeit nicht möglich, oder der Urlaubsanspruch der Eltern ist bereits erschöpft, da sie (neben Home-Office) ihre Kinder betreut haben oder das Geld wird durch Kurzarbeit knapp. Man kann nicht mehr einfachmal wegfahren, denn Corona ist überall. Übrigens genauso wie der Klimawandel. Das klingt nach schlechten Nachrichten. Also, was tun? Es ist für uns alle enorm wichtig, Auszeiten zu nehmen! Also lasst uns dieses Jahr etwas anderes versuchen.

Ausflüge, langes Wochenende oder doch 14 Tage am Stück?

Normalerweise rufen die meisten von uns im Internet diverse Reiseportale auf und sind auf der Suche nach dem ultimativen Schnäppchen. So etwas wie Jagdfieber packt uns: finde eine Reise, deren Ziel möglichst weit weg ist, die Hin- und Heimreise möglichst komfortabel, die Unterbringung möglichst luxuriös und der Preis lächerlich klein!

so etwas wie 2 Wochen All-inclusive Traum-Strand mit Flug und Unterbringung im Luxushotel, ausgefallenem Kulturprogramm, Tauchschule, Bars, … für 650 Euro

Schnell buchen, bevor uns jemand zuvor kommt. Geschafft? Dann stellt sich die Freude ein, „fette Beute“ gemacht zu haben. Die Urlaubsprospekte sind unsere ersten vorzeigbaren Trophäen, die wir bis zum Reiseantritt immer in unserer Nähe haben.

Bei allem Jagdglück: Das klingt schön – wenn der Preis stimmen würde. Denn die Kosten für diesen Urlaub tragen wir alle: Flugreisen sind in der heutigen Form ein Klimakiller (siehe auch die Beiträge zu CO2 und Reisen beim Klima-Fasten), die Umwelt in den Urlaubsgebieten stark belastet, das Personal oft nicht fair bezahlt,… .

Ist es uns das wert?

Werdet Tourist, sobald ihr Euer Zuhause verlasst und verlasst die ausgetretenen Pfade, die Euch normalerweise zur Arbeit oder in die Schule bringen. Entdeckt schöne Orte und neue Ansichten. Atmet tief durch. Vielleicht findet ihr Cafés oder Biergärten, Hotels, Campingplätze in denen Ihr noch nie wart. Informiert Euch in der Tourist-Info vor Ort über Freizeitmöglichkeiten und Kulturangebot. Gönnt Euch etwas, so wie man sich auch im Urlaub das eine oder andere gönnt.

Ihr möchtet Eure Urlaubstipps, Bilder von Lieblingsorten, .. teilen und Neues erfahren? Jederzeit gerne. Meldet Euch bei mir, dann schicke ich Euch einen Einladungslink zur Klima-WhatsApp-Gruppe für Hof und Umgebung!

Das Schöne am Urlaub daheim ist, dass wir unsere neuen Lieblingsorte auch kurzfristig erreichen können. Baden, Segeln, Surfen, Kanu fahren, Reiten, Radeln, Wandern, Klettern –  bei uns im Hofer Land ist das alles möglich!

Mögliche Reiseportale:

 

https://www.frankenwald-tourismus.de/de/

 

Ihr möchtet auf Souvenirs in Eurem Urlaub nicht verzichten? Schaut mal bei https://6gradcooler.de/ vorbei.

Klima-Handeln vom 1. – 7.06.2020: #Urlaub Daheim

Neben dem Angebot der Tourismuszentrale Fichtelgebirge, hier noch einige Tipps, die in den Pfingstferien trotz Corona schon möglich sind. Laut Service-Center Frankenwald wird es hier in den Pfingstferien noch sehr eingeschränkte touristischen Angebote geben.

Ihr möchtet Pauschalurlaub machen?

Für Wanderer zum Beispiel:

Quelle: https://en.wikipedia.org/wiki/Hiking_boot

https://www.tz-fichtelgebirge.de/de/wissenswert/pauschalen/pauschale-auf-schusters-rappen.html

 

Für Fahrradfahrer:

Quelle: www.tz-fichtelgebirge.de

Wirtshauskultur im Fichtelgebirge per Rad entdecken

https://www.tz-fichtelgebirge.de/de/package/detail/5c63e8c9975aa39702689d7a

 

Ihr möchtet schöne Tagesausflüge machen:

Geführte E-Bike Touren und nett Café trinken :

https://www.fichtelrad.de/

 

Kanufahren auf der Saale oder Klettern bei:

https://www.abenteuerladen-hof.de/

 

Picknick im Ochsenkopf Baumhaus und Kletterwald, oder einfach mal „Waldbaden“? Das gibt’s bei:

http://www.oxenkopf.de/

 

Open Water Park in Weissenstadt:

http://www.outdoorincentives.de/index.php?page=24openwater

 

Kletterpark am Untreusee:

www.kletterpark-untreusee.de

 

Labyrinth Untreusee

www.labyrinth-untreusee.de

 

Ein Tag rund um Planeten und Sterne:

Planetenwanderweg und abends zuhause „Sterne guggen“:

https://www.muenchberg.de/erleben/tourismus/tourismus-und-freizeit/tourismus-und-freizeit/planeten-wanderweg/

 

Kultur, eine kleine Auswahl:

Erika Fuchs Haus – Museum für Comic und Sprachkunst –

Kleinlosnitz Bauernhofmuseum Zell

Deutsch-Deutsches Museum Mödlareuth

Goldbergbaumuseum Goldkronach

Porzellanikon – Staatliches Museum für Porzellan

Urwelt-Museum Oberfranken Bayreuth

Das Museum Bayerisches Vogtland

Oberfränkisches Textilmuseum Helmbrechts

 

Draussen:

Nach wie vor unglaublich schön ist das Gelände am Theresienstein. Schon der Weg aus der Stadt entlang der Saale dorthin ist herrlich und bietet Rückzugsmöglichkeiten, in denen man mitten in der Stadt Natur und schönes Wetter genießen kann. Vor der Stadt liegt der Untreusee, der gut auch mit dem Fahrrad erreichbar ist. Selbst in der Stadt gibt es Winkel und Ecken, für die es sich lohnt, mit „offenen Augen“ die unmittelbare Umgebung zu entdecken.

Gerne wollen wir „Urlaubsfotos teilen“ –  sendet sie mir einfach an emil@bund-naturschutz.com

Ihr möchtet auf Souvenirs in Eurem Urlaub nicht verzichten? Schaut mal bei
https://6gradcooler.de/ vorbei. Hier bekommt ihr Fichtelsachen oder HoferSouvenirs. Ansonsten könnt Ihr dort Café trinken und stöbern.

Klima-Handeln vom 8. – 14.06.2020: Dinge teilen

Ein wesentlicher Baustein zum Klimaschutz ist es, die Lebens-/ Nutzungsdauer von Dingen zu verlängern. Wie viele Dinge liegen bei jedem von uns ungenutzt Zuhause herum? Eine Weile fanden wir sie schön, dann verschwanden sie in der Versenkung. Alte Radios, Lampen, ungeliebte Geschenke, … Vielleicht freut sich ein anderer darüber? Zugegeben, mit diesem Konzept kurbeln wir nicht unsere Wirtschaft an. Das machen wir an anderer Stelle. Aber „Dinge teilen“ ist ein wichtiger Baustein auf dem Weg zu unserem Klimaschutzziel!

Eine Give Box funktioniert wie die offenen Bücherschränke am Dr. Wirth-Platz in Hof oder der Bücherzelle in Schwarzenbach/ Saale. Diese werden sehr gut angenommen und wir hoffen, dass wir das Konzept weiterentwickeln können. Unser Klima-Experiment „Give-Box“ (engl. to give = schenken, hat nichts mit Gift zu tun)  wird klein starten:

In Hof in der Fußgängerzone bei Zigarren Wagner. An dieser Stelle herzlichen Dank für die Unterstützung und den Mut, Neues zu wagen!

Über die ersten Erfahrungen wird in der Frankenpost und natürlich in der WhatsApp-Gruppe berichtet werden.

Eine Give-Box kann ein Schrank, ein Regal oder aber auch ein Container sein, der an öffentlich zugänglicher Stelle aufgestellt wird, so dass man im „vorbeigehen“ Dinge hineinlegen oder sich heraussuchen kann.

Bei diesem Klima-Experiment geht es auch um Wertschätzung: Viele Produkte scheinen uns kaum etwas wert –  aber was war nötig, sie herzustellen? Irgendjemand hatte die Idee zu diesem Produkt und hat Entwürfe und Zeichnungen hergestellt. Ein Anderer wollte es produzieren und hat Maschinen angepasst und Rohstoffe eingekauft. Transportwege waren nötig und Lagerfläche. Nicht zuletzt waren jede Menge Menschen an jedem noch so unscheinbar wirkendem Ding beteiligt, sind zur Arbeit gefahren und hatten ihr Auskommen. In Zukunft werden wir die Balance finden müssen zwischen Ressourcen-Verbrauch und Ressourcen-Gebrauch. Auf der einen Seite umweltfreundliche = klimafreundliche Produktion von Gütern und eine möglichst lange Nutzungsdauer – auf der anderen Seite ein Auskommen für die Menschen, die von der Produktion und dem Handel leben. Dafür gilt es Lösungen zu finden. Wer eine gute Idee hat, die er mit anderen teilen möchte, ist herzlich eingeladen ein E-Mail zu schreiben, anzurufen oder einfach mal vorbeizukommen!

Ihr habt geeignete Standorte für eine „Give-Box“? Oder möchtet es selber versuchen? Gerne helfe ich Euch weiter!

Klima-Handeln vom 15.- 21. 06. 2020: „nachhaltig shoppen“
Teil I

 

 

 

 

 

Ist es möglich, in der Hofer Fußgängerzone nachhaltig zu shoppen? Ja. Nicht 100%ig. Aber Nachhaltigkeit ist auch in Hof angekommen.

Allerdings sind sich die Hofer und selbst die Verkäufer in den entsprechenden Läden darüber oftmals noch gar nicht bewusst! Zu zweit sind wir losgezogen, um in den Geschäften nachzufragen, ob sie nachhaltige Kleidung im Angebot haben. Anstelle einer Antwort kam meistens die Gegenfrage: „Was ist nachhaltige Kleidung?“ Also:

 

Nachhaltige Kleidung ist Kleidung,

–  bei deren Herstellung, Bereitstellung und Entsorgung die Umwelt nicht geschädigt wird, das geht z.B. durch Biologischen Anbau, ressourcenschonende Produktion und Weiterverwendung aussortierter Kleidung, z.B. als Dämmstoff.

– bei deren Herstellung die Menschen fair behandelt und entlohnt werden.

–  bei deren Produktion auf das Tierwohl (z.B. bei Wollprodukten) geachtet wird.

–  die haltbar ist oder leicht repariert werden kann.

–  die sich gut anfühlt und gut aussieht.

Bei alledem ist diese Kleidung auch bezahlbar, wie uns die „Großen“, wie Takko, Aldi, Tchibo, Lidl u.a. beweisen. Bitte seid Euch bewußt: wenn wir ein vermeintlichen „Schnäppchen“ machen, müssen andere teuer dafür bezahlen! Wollen wir das?

Seit dem verheerendem Fabrikeinsturz in Bangladesch 2013 mit über 1.136 Toten und über 2000 verletzten Menschen, hat ein Umdenken in der Textilbranche begonnen und die 17 Nachhaltigkeitsziele sind mittlerweile zur Richtschnur auch für die Textilbranche geworden.

Was hat nachhaltig shoppen mit Klimaschutz zu tun?

„Wenn es eines gibt, was Mode kann, dann ist es ihre einzigartige Fähigkeit, neue, kreative Geschichten zu erzählen.“ Naomi Klein (Quelle)

„Insgesamt 8 Prozent des weltweiten CO2-Verbrauchs kann der Bekleidungs- und Schuhindustrie zugeordnet werden. Das ist weniger als der CO2-Verbauch der Fleischproduktion, aber dennoch mehr als der gesamte Flug- und Schiffsverkehr zusammen. Es geht um 4 Millionen Tonnen CO2 im Jahr 2016, damit die neuesten Trends in den Läden hängen können. (Quelle: Quantis).“
Aus dem Artikel „Klimawandel und Mode – Wie sehr unser Konsum das Klima beeinflusst“ von Phoebe Nicette. Link zum Artikel:

https://fashionchangers.de/2019/09/17/klimawandel-und-mode-wie-sehr-unser-konsum-das-klima-beeinflusst

Wenn Ihr das nächste Mal shoppen geht, achtet auf die (meist grünen) Etiketten an der Kleidung! Einen schnellen Überblick über die wichtigsten Textilsiegel findet Ihr unter

https://www.siegelklarheit.de/ oder https://www.test.de/Textilsiegel-im-Test-Wegweiser-fuer-nachhaltige-Kleidung-5485649-5485656/

© Stiftung Warentest / Ralph Kaiser

Eine Übersicht mit den Ergebnissen unseres konsumkritischen Stadtspaziergangs in der Hofer Fußgängerzone wird folgen. Diese Liste wird vermutlich nicht vollständig sein, also: Liebe Geschäftsleute, meldet Euch bei mir. Ich freue mich über alle nachhaltigen Angebote bei uns!

Klima-Handeln vom 22.- 28. 06. 2020: „nachhaltig shoppen“
Teil II            

 

 

 

 

 

Nachhaltig shoppen kann auch anders shoppen bedeuten:

Wenn möglich, greift zu Naturmaterialien. Warum?

Kleidung aus Kunstfaser ist mit hauptverantwortlich für Mikroplastik in Gewässern. Bei einer normalen 30° oder 40° C- Wäsche lösen sich lt. einer Studie der Plymouth Universität aus Mischgewebe rund 138.000, aus Polyester rund 496.000 und aus Acryl-Gewebe rund 730.000 Fasern. Bei jedem Waschgang.

 

https://www.plymouth.ac.uk/news/washing-clothes-releases-thousands-of-microplastic-particles-into-environment-study-shows

Viele namhafte Firmen setzten beim Thema Nachhaltigkeit auf Recycling. Allerdings ist es besser aus alten PET-Flaschen Dämmmatten oder Küchenfronten herzustellen, als wieder Kunststofffasern zu produzieren. Denn dann hat man zwar am Strand Plastikmüll gesammelt, allerdings landet dieser dann durchs Waschen in Form von (fast unsichtbarem) Mikroplastik früher oder später im Meer. Abhilfe könnte ein Filter für die Waschmaschine sein, den eine junge Frau aus Friedberg erfunden hat:

https://www.br.de/nachrichten/bayern/jugendliche-aus-friedberg-erfindet-filter-fuer-mikroplastik,RVcMGgf

Leider kann man diesen Filter noch nicht kaufen.

Also, wenn wir schon Kleidung aus Plastik tragen, sollten wir diese auch recyceln. Das  wird auch von einzelnen Firmen belohnt, z.B. in Form von Gutscheinen für die Abgabe von abgetragener Kleidung. Ansonsten fühlen sich Bio-Baumwolle oder Wolle einfach gut an.

Veranstaltet doch mal eine Kleidertauschparty!

Vor allem bei Jüngeren beliebt: Klamotten, die man kaum mehr trägt zur nächsten Party mitnehmen, in einem „Wühlkorb“ sammeln und mit anderen Teilen, die man toll findet wieder heimgehen.  Ein Heidenspaß! Der Rest wird gespendet, up- oder recycelt.

Quelle: https://www.fashionrevolution.org/clothes-swap/

Second-Hand ist im Trend!

Beliebt, weil man Markenmode zu kleinem Preis ergattern kann. Dazu wird die Umwelt nicht noch mal für die Produktion belastet und eventuell vorhandene Giftstoffe sind auch schon ausgewaschen.

Lieblingsteile

Die älteren von Euch kennen vielleicht noch die Levi-Werbung, in der eine Lieblingsjeans, völlig verblichen und zerrissen, zu Grabe getragen wird. Lieblingsklamotten tragen wir fast täglich, wie eine zweite Haut. Ist das Lieblingsteil in der Wäsche, fühlen wir uns nicht ganz wohl. Lieblingsteile werden gehegt und gepflegt und halten „fast“ ewig. Lieblingsteile scheinen teuer, sind es aber eigentlich nicht. Shirts gibt’s ab 2 Euro und halten in der Regel dann 1x Waschen, bevor sie aus der Form gehen. Ein Lieblings-Shirt für 12 Euro sieht auch noch nach 20 Waschgängen gut aus.

Und nicht vergessen zu fragen:

Poster und Etiketten könnt Ihr Euch direkt bei fashionrevolution.org herunterladen oder mich fragen.


Juli bis September:
„Die glorreichen 17“ – was bedeutet Nachhaltigkeit für den Klimaschutz und wie können wir noch nachhaltiger werden?

29.06. – 05.07.2020 Der erste Schritt: Wo und wie fangen wir an?

Wie geht nachhaltiger Wandel konkret und vor Ort?

Freude am Klimaschutz bedeutet, einfach etwas Neues oder Ungewohntes wagen. Warum fällt es uns in aller Regel so schwer, von unseren eingetretenen Pfaden abzuweichen? Das Bedürfnis nach Sicherheit spielt da eine Rolle. Fehlender Mut? Was kann uns denn passieren? Wir könnten etwas ausprobieren und grandios damit scheitern. Na und? Zugegebenermaßen wird sich die Freude am Klimaschutz in dem Moment in Grenzen halten. Aber an alle, die sich davon nicht entmutigen lassen und weiter Neues ausprobieren: In der Rückschau stellt sich unser Scheitern meist ziemlich lustig dar! Und da ist sie wieder, die Freude am Klimaschutz. Manchmal fällt es uns auch  schwer, neue Verhaltensweisen in unseren Alltag zu integrieren. So verschieden und zahlreich wir alle sind, so verschieden und zahlreich sind die Möglichkeiten, nachhaltig zu leben. Nicht alle müssen das Gleiche tun! Aber je mehr Menschen Nachhaltigkeit für sich entdecken, umso eher können wir alle dafür sorgen, dass die Erderwärmung auf 1,5°C begrenzt bleibt und wir einer guten Zukunft entgegenblicken.

Wandel zu Nachhaltigkeit kann in allen Bereichen unseres Lebens stattfinden:

  • Klimawandel
  • Zukunftsfähige Energie
  • Natürliche Ressourcen
  • Nachhaltige Mobilität
  • Sozialer Zusammenhalt
  • Bildung und Forschung
  • Nachhaltige Wirtschaft und nachhaltiger Konsum
  • Ernährung, Gesundheit, Pflege
  • Staat und Verwaltung
  • Nachhaltige Finanzpolitik

Ein guter Einstieg, um Nachhaltigkeit zu entdecken, kommt von der Bayerischen Staatsregierung. Unter dem folgendem Link könnt Ihr Euch weiter informieren und wer möchte, gleich seinen persönlichen Nachhaltigkeitsplan erstellen:

Nehmen Sie sich etwas vor – Ideen für mehr Nachhaltigkeit im Leben
Mein Nachhaltigkeits-Plan

https://www.nachhaltigkeit.bayern.de/nehmt_euch_was_vor/index.htm


6. – 12.07.2020 – Und wie geht’s weiter?

Viele von Euch setzten im privaten Bereich mit Freude schon jede Menge guter Ideen um. Im zweiten Schritt möchte ich mit Euch herausfinden, was passiert, wenn wir uns „zusammendenken“, zusammen „Hofer Utopien“ entwickeln und wir uns zusammen „Hof/ das Hofer Land  in der Zukunft“ ausmalen, eine Gegend, in der Nachhaltigkeit zur Selbstverständlichkeit geworden ist. Dafür gibt es Fachleute? Stimmt schon. Nur – wollen wir die Gestaltung unsere Zukunft den Fachleuten überlassen? Oder lieber selber gestalten?

Ende Juli möchte ich alle Interessierten (traut Euch!) zu einem Treffen einladen, bei dem wir unsere Ideen in einen „Topf“ zusammenwerfen können. Es wird auf jeden Fall spannend, was dabei herauskommt!

In den Sommerwochen kann unsere Mischung dann eine Weile „gären“ oder „reifen“, so dass wir bei einem zweiten Treffen Anfang September unseren Ideen-Erntekorb präsentieren können.

Das Schöne an Ideen ist, das sie sich entwickeln. „Ideen haben“ kann man schlecht trainieren. Ideen sind spontan. Ideen sammeln macht Spaß, denn wenn man erst mal damit angefangen hat, werdet Ihr merken, dass plötzlich immer mehr dazukommen. Ob eine Idee verrückt ist oder nicht? Wir finden es heraus!

Bitte ladet Freunde, Bekannte, Nachbarn ein, denn je mehr Ideen wir sammeln, umso spannender wird das Ganze.

Zeit und Ort? Gebe ich noch bekannt.

Was wäre wenn …?

 

20. – 26.07.2020 „Zusammendenken“ (siehe oben)

Wer möchte ist herzlich eingeladen:

Treffpunkt: an den Saaleauen (große rote Pfeiler) in Hof

Zeit: 16 Uhr

Das Wetter soll schön werden, so dass wir draußen mit Abstand problemlos die Corona-Regeln einhalten können. Wer möchte, bringt sich was zu trinken und knabbern mit. Ihr sollt Euch wohlfühlen!

Ich bin schon jetzt auf unser Ergebnis gespannt!

 

 

27.07. – 02.08. 2020 „Zusammendenken“ Erntekorb

Was wäre wenn ….?

Quelle: Altes Kalenderblatt

Was kann sich in Hof ändern, damit wir die Klimaziele erreichen? Was ist rausgekommen beim „Zusammendenken“? Die größte Schwierigkeit beim Nachdenken über die Zukunft besteht darin, sich von alten Denk-Mustern zu lösen. Eine gute Methode bietet „Reality Remix“  und stellt die Frage:

Warum ist die Welt wie sie ist und nicht völlig anders?

Um sich im nächsten Schritt zu fragen:

Warum nicht?

Wenn der Ausbruch der Corona-Pandemie ein Gutes hatte – dann uns vor Augen zu führen, dass das „Un-Denkbare“ geschehen kann.

So sieht unser Hof im Jahre 2030 aus

Grüne Stadtplanung

innerörtlicher Leerstand wurde beseitigt und die Errichtung neuer Wohnungen und Häuser an Nachhaltigkeitskriterien gebunden. Attraktive, familienfreundlicher Wohnquartiere sind entstanden, in denen Bürgerengagement, Bauen in der Gemeinschaft und umweltbewusstes Leben groß geschrieben werden. Niedrigenergiebauweise ist verpflichtend, Passivbauweise, Plusenergiebauweise und der Einsatz von Solartechnik sind für die meisten Standard.

Der alte Baumbestand wurde weitestgehend erhalten. Grün- und Wasserflächen zwischen den Häuserreihen sorgen für gutes Klima und bieten Spielflächen für Kinder und Urban Gardening. Parallel mit der privaten Erschließung ist die Infrastruktur mit einer Schule, Kindergärten, Jugendeinrichtungen, einer bürgerlichen Begegnungsstätte, Marktplatz sowie Freizeit- und Spielflächen entstanden. Begrünte Flachdächer speichern einen Teil des Regenwassers, das gesammelt und zurückgehalten wird.

Gleichberechtigte Mobilität

Das Wohngebiet ist verkehrsberuhigt. Ein großer Teil der Haushalte ist autofrei, private Fahrzeuge werden in einer der beiden Quartiersgaragen abgestellt. Seit 2030 ist das Wohngebiet durch die Stadtbahn erschlossen. Viele Menschen verzichten daher auf das Auto und nutzen den ÖPNV sowie das Fahrrad. Es gibt nur noch ein Tarifsystem in Deutschland.

Im gesamten Stadtgebiet gibt es eine sehr gute Radinfrastuktur. Neben sicheren Radwegen, gibt es die Möglichkeit, E-Bikes zu leihen, überdachte Ladestationen, die Gelben Engel vom ADFC helfen bei Pannen.

Nachdem der Raum für Verkehrswege neu verteilt wurde, gibt es ein entspanntes Nebeneinander von Fußgängern, Radlern, ÖPNV und Autos.

Regionale Versorgung

In Hof können die Menschen endlich plastikfrei und unverpackt einkaufen – jeder nutzt für den Transport die Behältnisse, die man sowieso zuhause hat, wie Milchflaschen, Butterdosen, … . Darüber hinaus ist die Stadt Hof zur Fairtrade Town geworden. Ebenso wie sämtliche Behörden, Schulen, Ämter, ….  Auf dem ehemaligen Zentralkauf-Gelände ist ein Stadtmarkt entstanden. In mehreren Hallen bieten Erzeuger aus dem Umland das ganze Jahr Bio-Lebensmittel und Produkte an. Da Übriggebliebenes direkt in der „Marktküche“ zu leckeren Speisen verarbeitet und angeboten wird, ist hier ein lebendiger Treffpunkt für alle entstanden.

Bildung zu Klima und Umwelt

An den Schulen ist Klima-Bildung fester Bestandteil des Lehrplans. Hier lernen die Kinder und Jugendlichen, was ihr Konsumverhalten und tägliches Handeln für Auswirkungen auf das Weltklima haben. Es werden Themen wie „virtuelles Wasser“ oder „Elektronikkonsum“ behandelt. Darüber hinaus sind die Schüler über ihre Umwelt vor Ort informiert und kennen die regionale Flora und Fauna, sowie deren Ansprüche. Die Auswirkungen, die der Klimawandel vor Ort auf diese Umwelt hat, wie Wassermangel, Temperaturanstieg, fehlende Frosttage u.s.w. werden besprochen. Bei Workshops wird traditionelles Wissen, wie Heilkraft von Kräutern, aber auch die Reparatur von Fahrrädern weitergegeben.

Das Konzept von „Schule Ohne Rassismus – Schule mit Courage“ wurde erweitert. Jetzt bekennt sich die Stadt Hof als „Stadt ohne Rassismus – Stadt mit Courage“. Da man erkannt hat, dass für die Erreichung der Klimaziele ein gesamtgesellschaftliches Engagement nötig ist, wird vermehrt auf ein gutes Miteinander geachtet.

!!!Herzlichen Dank an Alle Mitdenker!!!

 

Wer glaubt, das alles sei zu optimistisch und nicht möglich, schaue hier:

https://www.freiburg.de/pb/,Lde/208736.html

https://www.fahrradland-bw.de/fileadmin/user_upload_fahrradlandb/Downloads/Leitfaden_fuer_Radverkehr_in_Kommunen_mit_Hoehenunterschied.pdf

https://www.umweltbundesamt.de/themen/verkehr-laerm/nachhaltige-mobilitaet/verkehrsplanung#kommunen-planen-siedlungs-und-verkehrsentwicklung

https://www.adfc.de/artikel/die-adfc-pannenhilfe/

https://www.fairtrade-deutschland.de/aktiv-werden/aktuelle-aktionen/fairtrade-und-die-sdgs.html

https://www.sor-smc-speyer.de/über-sor-smc/

 


Birgit Schreier, Umwelt- und Erlebnispädagogin

Mo-Mi: 7.30- 12.30 und 13- 16 Uhr
Fr: 7.30- 12.30 Uhr

Tel.: 09281 16306
E-Mail: emil@bund-naturschutz.com

 

 

 

Termine

KlimaFasten in Kooperation mit St. Gumbertuskirche Schwarzenbach/ Saale, St. Johanneskirche, Hof und der Lutherkirche in Hof – Danke fürs Mitmachen!

Wann und Wo?:
Donnerstags 18 Uhr, Evangelisches Gemeindehaus, Bahnhofstr. 2, Schwarzenbach

Wann und Wo?:
Dienstags 17.15 Uhr im Martin-Luther-Zimmer,  St. Johanneskirche, Oelsnitzer Str. 8, Hof

Weitere Termine:

Mitte April bis Juni:
Wie können wir unseren Lebensstil klimafreundlich gestalten? Siehe auch unter „Aktuell“.

Klima-Handeln vom 27.04. – 03.05.2020: Müll sammeln – plogging

Klima-Handeln vom 4. – 10.05.2020: Do it yourself

Klima-Handeln vom 11. – 17.05.2020: Garten, Beet und Fensterbank

Klima-Handeln vom 18. – 24.05.2020: Urban Gardening

Klima-Handeln vom 25. – 31.05.2020: Urlaubszeit

Klima-Handeln vom 1. – 7.06.2020: #Urlaub Daheim

Klima-Handeln vom 8. – 14.06.2020: Dinge teilen

Klima-Handeln vom 15. – 21.06.2020: nachhaltig shoppen Teil I

Klima-Handeln vom 22. – 28.06.2020: nachhaltig shoppen Teil II


Juli bis September:
„Die glorreichen 17“ – was bedeutet Nachhaltigkeit für den Klimaschutz und wie können wir noch nachhaltiger werden?

29.06. – 05.07.2020 Der erste Schritt: Wo und wie fangen wir an?

06. – 12.07.2020 Und wie geht es weiter?

20. – 26.07.2020 Zusammendenken

27.07. – 02.08. 2020 „Zusammendenken“ Erntekorb

 

Oktober bis Dezember:
In der Zeit der Weihnachtseinkäufe – wie geht klimafreundliches Shoppen und Schenken?

 

 

 

 

Kontakt

Birgit Schreier, Umwelt- und Erlebnispädagogin

Mo-Mi: 7.30- 12.30 und 13 – 16 Uhr
Fr: 7.30- 12.30 Uhr

Tel.: 09281 16306
E-Mail: emil@bund-naturschutz.com

Sie können mich persönlich im Umweltbüro, Auguststraße 1, Eingang Ludwigstraße, 95028 Hof erreichen.

 

 

 

Schau mal hier

Die glorreichen 17

Klimawandel

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Klimarechner

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